Heidemarie Magyar-Koch leitet am WIFI NÖ den Diplomlehrgang Social Media Management. Wie sie es schafft, den Unterricht lebendig zu gestalten und die Teilnehmer/innen mitzureißen, erzählt Sie im Interview.

Welchen beruflichen Werdegang haben Sie?

Ich habe 17 Jahre im Kommunikationsmanagement und in der PR eines internationalen Konzerns gearbeitet, wovon ich 5 Jahre die Unternehmenskommunikation für Österreich geleitet und parallel mein Wirtschaftspsychologie-Studium abgeschlossen habe. 2015 entschloss ich mich den Schritt in die Selbstständigkeit zu machen und mich auf den digitalen Unternehmensauftritt von Firmen zu spezialisieren: Webseiten, Blogs, Social Media und Suchmaschinenoptimierung.

Wie sind Sie WIFI-Trainerin geworden und was unterrichten Sie?

Ein Kooperationspartner meiner Firma hm-KommUNIKATion hat mich beim WIFI als Trainerin empfohlen. Seit 5 Jahren mache ich nun diesen Job und es macht mir jedes Mal aufs Neue großen Spaß. Am WIFI leite ich beispielsweise den neuen Diplomlehrgang Social Media Management. Dieser hat sich aus dem zertifizierten PR-Diplomlehrgang heraus entwickelt, weil sich gezeigt hat, dass das Thema Online-Kommunikation und Social Media immer mehr an Bedeutung gewinnt. Den eigenen Lehrgang habe ich dann gemeinsam mit der verantwortlichen Produktmanagerin im WIFI NÖ konzipiert, entwickelt und im letzten Semester erstmals erfolgreich umgesetzt.

Was ist Ihnen bei Ihrer Trainertätigkeit wichtig?

Mir ist es wichtig, miteinander kreativ zu werden und dass der Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Ich baue gerne Workshops, Gruppendiskurse und gemeinsames Brainstorming ein, um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten. Auch sehr wichtig ist es mir, das Entwicklungspotenzial bei den Teilnehmenden zu sehen und ihre Talente zu fördern.

Mit welchen Herausforderungen sind Trainer/innen Ihrer Meinung nach konfrontiert?

Aktuell ist es das Thema Distance Learning und der damit verbundene organisatorische Mehraufwand. Es macht einen großen Unterschied, ob die Trainingseinheit im Lehrsaal oder am Bildschirm stattfindet. Die größte Kunst dabei ist, die Motivation und Aufnahmefähigkeit der Teilnehmenden den ganzen Tag lang aufrecht zu erhalten – das liegt mir persönlich am Herzen.

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Trainer aus?

Ein guter Trainer reißt die Teilnehmenden mit und ruft zu einem aktiven miteinander auf. Er oder sie versucht alle Teilnehmenden „abzuholen“, führt Dialoge auf Augenhöhe, fördert ein positives Lernklima und macht den Teilnehmenden vor allem Mut, Neues auszuprobieren.

Welchen Benefit bringt das?

Wenn jede und jeder sagen kann, was sie oder er sich denkt, dann können großartige Ideen entstehen. Ein ständiger Austausch untereinander ist nicht nur im WIFI-Kurs wichtig, sondern auch im Unternehmertum, um langfristig erfolgreich zu sein.

Fotocredit: Thomas Magyar

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