Alexander Umschaden hat am WIFI St. Pölten die Fachakademie Automatisierungstechnik besucht und danach die Berufsreifeprüfung gemacht. Nach zehn Jahren anschließender Praxis hat er bei der WKO-Zertifizierungsstelle um den Ingenieur-Titel angesucht.

Wie haben Sie Ihr Berufsleben gestartet?

Ich habe Betriebselektriker und Prozessleittechniker bei der Semperit Reifen AG gelernt. Ich hatte schon länger den Wunsch, die WIFI-Fachakademie Automatisierungstechnik zu besuchen. Damals war ich bei einer anderen Firma als Monteur beruflich viel im Ausland unterwegs, deshalb verzögerte sich das Ganze. 2005 startete ich dann mit der Ausbildung am WIFI St. Pölten.

Haben Sie davon  profitiert?

Ja. Die Fachakademie war sehr gut, um mein Wissen aufzufrischen, zu vertiefen und zu erweitern. Ich kann fast alles Gelernte im Berufsleben brauchen bzw. anwenden. Die Ausbildung hat zwei Jahre gedauert und war genau das richtige für mich. Anschließend habe ich am WIFI die Vorbereitungslehrgänge zur Berufsreifeprüfung gemacht. Der notwendige Fachbereich war durch die Fachakademie abgedeckt.

Wie sind Sie zu Ihrem Ingenieur-Titel gekommen?

Über die Zertifizierungsstelle der WKO. Ich habe letzten Herbst das Online-Formular ausgefüllt und alle notwendigen Unterlagen eingereicht. Ich musste auch mindestens sechs Jahre Praxiserfahrung mit mindestens 20 Wochenstunden nachweisen. Zudem habe ich eine umfangreiche Tätigkeitsbeschreibung verfasst. Im Dezember wurde ich von der Wirtschaftskammer NÖ zu einem Fachgespräch eingeladen. Beide Kommissionsmitglieder stellten dabei fest, dass ich die fachlichen Voraussetzungen für den Erwerb des Ingenieurs erfülle. Genau am 24. Dezember stellte mir die Post dann das Zertifikat zu.

Was bringt der Titel?

Der Ingenieur ist eine anerkannte und geschätzte Qualifikation und bringt Vorteile im In- und Ausland. Damit wertet dieser auch die WIFI-Fachakademie auf.