Mit dem Lehrgang Fußpflege am WIFI legte Rosemarie Gödel den Grundstein für die Selbstständigkeit. Die 39-Jährige aus Kirchberg an der Pielach im Bezirk St. Pölten möchte sich den jahrelangen Wunsch des eigenen Fußpflegebetriebes mit der Ausbildung erfüllen.

Wie kamen Sie auf den Grundkurs Fußpflege?

Rosemarie Gödel: Ich habe 20 Jahre lang im Krankenhaus in der Altenpflege gearbeitet sowie in einem Pflegeheim. Der Gedanke, in der Fußpflege „Fuß zu fassen“ schwirrte mir schon die letzten zehn Jahre im Kopf herum. Es war aber nie der richtige Zeitpunkt, um meine große Leidenschaft zu verfolgen. Mit der Geburt meines ersten Sohnes habe ich gemerkt, dass ich eine berufliche Veränderung brauche und will. Erst nach der Geburt meines zweiten Sohnes habe ich den Entschluss gefasst, meinen jahrelangen Wunsch des eigenen Betriebes umzusetzen.

Was können Sie über die Ausbildung erzählen?

Der Lehrgang dauerte ein dreiviertel Jahr und war von August bis Mai berufsbegleitend aufgebaut. Um die Lehrabschlussprüfung ablegen zu dürfen, muss eine gewisse Anzahl an Praxisstunden nachgewiesen werden. Im Juni war die Abschlussprüfung des Lehrganges, die ich erfolgreich abgeschlossen habe. Parallel kann der Vorbereitungslehrgang auf die Befähigungsprüfung für das Gewerbe Fußpflege besucht werden. Ich habe mich bereits für den Kurs angemeldet und freue mich schon sehr.

Wie sind die Lehreinheiten aufgebaut?

Der Grundkurs ist eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Mit meiner vorhergehenden Tätigkeit hatte ich bereits ein breites Vorwissen. Somit waren Einheiten wie etwa die Anatomie des Menschen und Dermatologie leicht zu lernen. Besonders gefallen haben mir die praktischen Übungen an Modellen. Dabei habe ich die unterschiedlichen Methoden und Arbeitstechniken der Lehrenden erprobt.