Maria Berger startete am WIFI Gänserndorf 2008 die Berufsreifeprüfung und konnte diese nach drei Jahren konnte erfolgreich abschließen. Rückblickend spricht die 45-Jährige aus Eibesbrunn im Bezirk Mistelbach von einer Erfahrung, die ihr Leben bereichert hat.

Wie kamen Sie auf die WIFI-Berufsreifeprüfung?

Maria Berger: Ich habe die Handelsschule abgeschlossen und dann in einer Bank gearbeitet. Die Idee, die Matura nachzuholen, war seitdem in meinem Kopf. Bei einem Klassentreffen schilderte ich mein Vorhaben meiner ehemaligen Schulkollegin, die ebenfalls daran Interesse hatte. Als danach ein Infofolder des WIFI ins Haus flatterte, habe ich meine ehemalige Schulkollegin angerufen und wir haben uns für die Berufsreifeprüfung am WIFI Gänserndorf angemeldet.

Wie war es für Sie, wieder zur „Schule“ zu gehen?

Wir starteten mit Deutsch in einer kleinen Gruppe und hatten einen Spitzen-Trainer. Im zweiten Jahr machten wir den Englisch-Kurs und den Fachbereich – in meinem Fall war das Rechnungswesen – und im dritten Jahr kam Mathematik dran. Wir wurden während der Kurszeit vom WIFI-Team immer toll betreut und fühlten uns deshalb auch sehr wohl. Es war sehr herausfordernd, meine Arbeit, die Familie und den Haushalt sowie den WIFI-Kurs unter einen Hut zu bringen. Noch dazu gab es viel zu lernen in meiner Freizeit – was ich hin und wieder auch mit meiner damals 14-jährigen Tochter gemeinsam gemacht habe. Es war eine intensive Zeit, aber ein unglaublich gutes Gefühl, als ich mein Ziel erreicht hatte.

Wie ging es dann weiter?

Ich habe dann meinen Job gewechselt und arbeite jetzt bei der TÜV AUSTRIA-OMV Akademie Weinviertel im Büro. Hier bin ich für die Administration der Lehrlinge zuständig.

Welche Bedeutung hat die Berufsreifeprüfung für Sie?

Ich habe mich dadurch persönlich stark weiterentwickelt. Immer ein Ziel vor Augen zu haben und dann für den Ehrgeiz belohnt zu werden, hat mich sehr bereichert!