Berufreifeprüfung ganz anders als Schule

//Berufreifeprüfung ganz anders als Schule

Maximilian Gusel ist gelernter Steuerassistent und arbeitet am Finanzamt Wien. Berufsbegleitend macht der 23-Jährige gerade die Berufsreifeprüfung am WIFI St. Pölten. Mit der Weiterbildung begonnen hat er jedoch bereits 2011 – mit der Lehre mit Matura.

 

NÖWI: Herr Gusel, wie sind Sie auf die Lehre mit Matura aufmerksam geworden?

Maximilian Gusel: Ich habe 2011 meine Lehre als Steuerassistent am Finanzamt Krems gemacht. Damals wurde mir bei meinem Bewerbungsgespräch von der Lehre mit Matura erzählt und mir diese sozusagen angepriesen. Ich habe die Chance ergriffen, während meiner Lehrzeit den Englisch-Kurs besucht und das Fach auch abgeschlossen.

 

Wie ging es dann weiter?

Nach meiner Ausbildung und dem Zivildienst habe ich 2014 beim Finanzamt Wien in der Abteilung Betriebsprüfung zu arbeiten begonnen. Weil ich dann aber unbedingt die Matura nachholen wollte, habe ich mich zum Vorbereitungslehrgang auf die Berufsreifeprüfung im WIFI St. Pölten angemeldet. Deutsch und Politische Bildung habe ich schon hinter mir, bei Mathe warte ich noch auf das Ergebnis. Wenn alles gut läuft, schließe ich diesen Sommer ab.

 

Was war diesmal anders?

Wenn man die Berufsreifeprüfung aus Eigeninitiative heraus macht und den Kurs selbst bezahlt, überlegt man es sich zweimal, ob man das auch wirklich „durchzieht“. Man merkt das auch bei den Kurskollegen, dass mehr Motivation und Ernsthaftigkeit dahintersteckt.

 

Wie fanden Sie den WIFI-Lehrgang an sich?

Es gibt am WIFI keine Lehrer, die den Unterrichtsstoff predigen, sondern eher Trainer, die wie Fußballtrainer das gesamte Team während der Zeit begleiten und unterstützen.

 

Welches Resümee ziehen Sie jetzt nach Ihrer Ausbildung?

Anfangs dachte ich daran, dass es sehr lange dauern wird und sehr viel zu lernen sein wird, bis ich fertig bin. Im Nachhinein betrachtet, ist die Zeit echt schnell vergangen, und ich bin sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.

2017-11-10T09:07:41+00:00