Berufsreifeprüfung nicht wie Schule

//Berufsreifeprüfung nicht wie Schule

Lukas Lechner ist gelernter Tischlereitechniker und arbeitet seit acht Jahren bei der Hochgerner Möbelwerkstätte GmbH in Furth bei Böheimkirchen. Derzeit absolviert der ambitionierte 24-Jährige abends die Berufsreifeprüfung am WIFI St. Pölten.

NÖWI: Herr Lechner, was unterscheidet einen normalen Tischler von einem Tischlereitechniker?

Lukas Lechner: Die Ausbildung dauert vier statt drei Jahre und kombiniert den Lehrberuf Tischlerei und die schulische/universitäre Technikausbildung. Tischlereitechnik kann in zwei Bereichen erlernt werden: Planung oder Produktion. Wesentlicher Schwerpunkt dieses Lehrberufs ist der Umgang mit CAD-Programmen.

Wie kam es dazu, dass Sie sich zur Berufsreifeprüfung im WIFI angemeldet haben?

Mein jüngerer Bruder hat mich auf die Idee gebracht. Er macht gerade die Lehre mit Matura. Ich habe mir damals den Vorbereitungslehrgang auf die Berufsreifeprüfung auf der WIFI-Homepage angesehen, am Freitag gebucht und am Montag darauf saß ich schon im Kurs. Gleich unmittelbar nach meiner Lehre habe ich auch die Meisterprüfung gemacht. Diese wird mir als Fachbereich angerechnet. Die Deutsch-Matura habe ich schon in der Tasche, im Mai folgt die Englisch-Matura und die September beginnt der Mathe-Kurs.

Was haben Sie anschließend vor? Studieren gehen?

Vielleicht werde ich nach der Berufsreifeprüfung studieren, das kann ich noch nicht sagen. Hauptgrund aber war, dass ich mein Englisch verbessern wollte.

Was unterscheidet die Berufsreifeprüfung Ihrer Meinung nach von der Schule?

Die Berufsreifeprüfung kann man mit der Schule nicht vergleichen. Die Teilnehmer sitzen freiwillig im Kurs und meistens müssen Sie sich die Ausbildung auch selbst zahlen – deshalb sind sie wesentlich aufmerksamer und lernbereiter als Schüler.

 

2017-05-05T09:03:33+00:00